Entspannung Wohlfühltraining

Wie du Ruhe und Entspannung in deinen Hundealltag bringst!

Oder wünscht du dir, dass dein Hund bei Hundebegegnungen seine Aufmerksamkeit auf dich lenkt und entspannt am anderen Mensch-Hund-Team vorbeigeht? Vielleicht möchtest du auch, dass dein Hund Zuhause leichter zur Ruhe kommt oder im Training nicht so hektisch ist.

🐕 Ruhe und Entspannung sind nicht nur für uns Menschen essenziell für ein gesundes und glückliches Leben, sondern auch für unseren Hund!

Trotzdem sorgen ein stressiger Alltag, schwierige Hundebegegnungen oder Druck im Hundetraining dafür, dass es unserem Hund nur sehr schwer fällt zur Ruhe zu kommen. Doch unsere Hunde brauchen diese Ruhephasen. Nicht nur, um wach und ausgeschlafen zu sein, sondern auch für ihr Immunsystem.

  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Hauterkrankungen
  • Herz -und Kreislauferkrankungen
  • Harnwegserkrankungen
  • Nervenerkrankungen

Diese Krankheiten aber auch der Stress bringen viele Verhaltensauffälligkeiten mit sich, wie Agressionsverhalten, verminderte Leistungsfähigkeit z.B. im Training, Abgeschlagenheit und auch Trägheit.

Wie so oft im Hundetraining, haben viele Probleme den Ursprung bei uns Menschen. Das ist gut so, denn wir sind somit in der Lage, jetzt und heute schon aktiv etwas zu unternehmen!

Was können wir Hundebesitzer tun, um mehr Ruhe in den Alltag unseres Hundes zu bringen?

Zuhause:

  • Entspannungsritual: Massiere deinen Hund sehr sehr langsam von den Schultern bis zum Schwanzansatz ( 30 Sekunden/cm )
  • ätherische Öle z.B. Lavendel  in der Wohnung mit einem Diffusor vernebeln. Die Öle wirken beruhigend und können Entspannung fördern
  • Feste Schlafplätze und einen Rückzugsort nur für deinen Hund (besonders wenn kleine Kinder im Haus leben)

Unterwegs:

  • Fokussiere dich in Hundebegegnungen nicht auf das anderen Mensch-Hund-Team oder darauf, dass dein Hund gleich in die Leine springen können sondern auf ein Ziel in der Ferne z.B. eine Kreuzung oder ein Baum, den ihr an lockerer Leine erreichen wollt.
  • Konzentriere dich auf deinen Atem: 4 Sekunden ein, 1 Sekunde halten, 4 Sekunden aus. Gerade in Stresssituationen, wie einer schwierigen Hundebegegnung, halten wir unbewusst den Atem an oder atmen nur sehr flach. Wir brauchen jedoch den Sauerstoff, damit unser Gehirn in dieser Situation klare Entscheidungen treffen kann.

Falls sich dein Hund in schwierigen Situationen z.B. einer Hundebegegnung nicht oder nur sehr schwer zur Ruhe bringen lässt, kann ein Alternativverhalten oder eine Entspannung auf Signal deinem Hund helfen.

Gebe deinem Hund eine Aufgabe. Du kannst ihn z.B. mit dem Kommando „Schau“ dich anschauen lassen, bis der andere Hund vorbei ist oder ihn mit einem Spiel, wie Leckerchen suchen beschäftigen. ACHTUNG: Die Suche nach Futter sollte nie als einziges Alternativverhalten verwendet werden, da hier die Gefahr besteht, dass dein Hund diese „Ablenkung“ irgendwann nicht mehr annimmt.

  • Suche dir einen ruhigen Ort zum Trainieren
  • Setzte dich auf einen Stuhl und lasse deinen Hund mit dem Rücken zu dir  zwischen deinen Beinen sitzen
  • Streichel deinen Hund von der Brust bis hinunter zu den Vorderfüßen und sage dabei ein CoolDown Kommando z.B „Cool“ oder „Brav“
  • Streichel so langsam, dass du ca. 1 Minute brauchst, um von der Brust deines Hundes bis zu den Füßen zu streicheln
  • Spreche das Kommando langsam und mit tiefer beruhigender Stimme aus
  • Wiederhole diese Übung 2x am Tag

Wenn dein Hund das Entspannungssignal verknüpft hat, kannst du es z.B. bei einer Hundebegegnung mit deinem Alternativverhalten verbinden:

  • Gib deinem Hund ein Kommando z.B.  „Sitz“ oder „Schau“. 
    Während dein Hund das Kommando ausführt ,belohnst du ihn mit dem CoolDown Kommando z.B „Ruhig“
  • Da dein Hund das CoolDown Kommando mit Ruhe und Entspannung verknüpft hat, wird er sich an diese Gefühle erinnern und sich schneller entspannen.
  • Ein Hund kann immer nur so entspannt sein wie sein Halter
  • Übe dich selber in Entspannung und innerer Ruhe
  • Auch Sicherheit kann für Entspannung sorgen! Durchlaufe mit deinem Hund möglichst viele verschiedene Situationen und lerne (vielleicht auch mit einem Hundetrainer), wie du deinen Hund ruhig und sicher führst!

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