Was hat Wissenschaft mit Hundetraining zu tun?

Kennst du den Klicker? Ja, genau den kleinen Knallfrosch, der gerne im Tricktraining und mittlerweile auch in anderen Bereichen der Hundeausbildung angewendet wird.

Aber weißt du auch, dass dieses kleine Ding auf eine Entdeckung, aus dem Jahr 1889 vom russischen Neurologen und Physiologen Iwan Petrowitsch Pawlow zurückzuführen ist.

Der Pawlow´sche Hund sollte ein Begriff sein, den man noch aus Schulzeiten kennt. Er war einer der Begründer der klassischen Konditionierung, von der wir heute im Hundetraining profitieren.

Aber da gibt es doch noch wen!

Unser zweiter Freund, der ebenso einen großen Beitrag an der heutigen Hundeausbildung leistete, namens Burrhus Frederic Skinner.

Dem amerikanischen Experimentalpsychologen bekannt durch seine Skinner-Box, verdanken wir Hundebesitzer die Anwendung der operanten Konditionierung. Die Erkenntnis, dass unser Hund ein Verhalten, welches zum Erfolg führt, öfter zeigt als ein Verhalten, für welches er bestraft wird, ist eine der wichtigsten Dinge im Hundetraining.

Wissenschaft kennt keinen Stillstand!

Auch heute noch Forschen eine menge Leute an dem Verhalten unserer Hunde. Projekte, wo Hunde trainiert werden still in einem MRT zu liegen, um herauszufinden wie ihr Gehirn arbeitet sind nur ein Beispiel dafür, wie weit wir heute sind.

  • Studien über das Verhalten nach der Kastration geben uns Hundebesitzern Aufschluss darüber, ob es wirklich die optimale Problemlösung ist, den eigenen Hund aufgrund von Verhaltensdefiziten zu kastrieren. Oder hast du dich mal gefragt, was der Kastrationschip genau mit dem Hormonspiegel deines Hundes macht?
  • Der Maulkorb, ein oft gebrauchtes Hilfsmittel nicht nur bei aggressiven Hunden, sondern auch im Polizeidienst oder in manchem öffentlichen Verkehrsmittel. Habt ihr euch schon mal gefragt, ob er eventuell auch das Verhalten eures Hundes beeinträchtigt?
  • Und was ist mit der Persönlichkeit eures Hundes? Wie entwickelt sie sich? Wann? Und gibt es unterschiedliche Typen?

All das sind Forschungsgebiete, an denen viele Arbeitsgruppen auf der ganzen Welt mit viel Herzblut forschen.

Aber wie gelangt man nun als Hundebesitzer an diese tollen wissenschaftlichen Projekte?

Vier Quellen für mehr Fachwissen über deinen Hund!

1.Weiterbildung

Seminare und Abendvorträge für Hundebesitzer findet ihr hier (Raum Düsseldorf) und hier (Raum München).

2.Projekte 

Das Family Dog Projekt stellt auf Facebook und ihrer Homepage sehr spannende Projekte vor und läd immer mal wieder dazu ein, an Studien teilzunehmen.

3.Internetrecherche 

Falls du Student bist kannst du auf Seiten wie, ScienceDirect, Springer Link etc. Wissenschaftliche Studien und Artikel einsehen

4. Fachliteratur

Es gibt ein tolles Buch ab 2019, welches ich dir wärmstens empfehlen möchte und zwar das neue Forschung trifft Hund  hier findest du aktuelle Forschungsergebnisse verständlich erklärt und eine Menge Hintergrundwissen. [Affliate-Werbe-Links]

Jetzt bist du dran!

Informiere dich und glaub nicht die ganzen Fake News, die auf Facebook, Instagram und anderen Seiten verbreitet werden. So kannst du dich nicht nur weiterbilden, sondern leistest selbst deinen Beitrag zur Wissenschaft.

Viel Spaß beim recherchieren!

Deine Sarah

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.